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Aus der Geschichte der Produktion von den "Schneienden Kugeln"
In der Zeit des Höhepunktes der Industrialrevolution im Laufe des 19. Jhdts. wuchs schrittweise auch der Lebensstandard,
nicht nur der mittleren, sondern auch der niedrigeren Bevölkerungsschicht. Die Interesse an einer wertvollen Ausnützung der Freizeit erhöhte sich, statt dem Sitzen in dieser Zeit zahlreichen Gaststätten oder den Spaziergängen in den Stadtparks.
Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten der Stadtbevölkerung und Bevölkerung der Industriegebiete gehörte die Touristik. Die Touristik wurde, wie andere Freizeitakrivitäten, zu einer organisierten Aktivität. Es entstanden regionale Bergsvereine, die sich um die Trassierung und Instandhaltung der touristischen Wege und danach auch um den Bau der Aussichtstürme auf den Bergsgipfeln kümmerten.
Mit der Entstehung der Aussichtstürme wurden auch die Bemühungen verbunden, die Möglichkeiten der Rast-, Imbissplätze mit dem Verkauf der Ansichtskarten und Souvenirs zu gewährleisten.
Als Souvenir für einen richtigen Ausflug dienten vor allem Blechschildchen, die an damals sehr beliebte touristische Stöcke zugenagelt wurden, und weitere regionalle Souvenirs, die aus Holz, Porzellan und Glas hergestellt wurden.
Die Glasbläser im Isergebirge ergriffen Gelegenheit und boten verschiedene bemalte Gläser, Teller und geschliffene, bemalte und auch gravierte Spiegelchen an.
Sehr interessante und gesuchte originelle Souvenirs wurden in Desná hergestellt. Zu den Artikeln gehörten vor allem die sog. "schneienden Kugeln", die an die hell-graue Himmelskuppel erinnern, aus der Schnee langsam auf den Boden fiel und mit seiner schillernden Weiße eine märchenhaft schöne Landschaft darstellte.
Ein Glasbläser aus Desná begann ihre Herstellung nach langen Versuchen im letzten Viertel des 19.Jhdts. Zur Herstellung benutzte er Glaskugeln, die in einer lokalen Glashütte erzeugt wurden.
Porzellanfiguren und Modelle bedeutender Architektur stellte nach seinen Anforderungen die Porzellanfabrik in Desná her. Die Gestelle drechselte er aus verschiedenfarbigem Holz aus Isergebirge. Später stellte sie für ihn aus farbigem Pressglas Polubenská Glashütte her.
Das Arbeitsverfahren, das langfristige Klarheit, Wasserundurchlässigkeit der Kugel und vor allem den immer weißen, im Wasser leicht schwebenden Schnee gewährleistet, hielt er geheim.
Schneiende Kugel, die mit dem Geschäftszeichen "Es schneit immer" verkauft wurde, wurden zum Stolz und beliebter Dekoration von Kommoden unserer Mütter und Großmütter.
Sie wurden fast 70 Jahre hergestellt. Im Jahre 1947 ging die Produktion zugrunde.
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(Glasschleiferei Janov nad Nisou G.m.b.H.)